Saisonziel erreicht - folgt Bonus?

Konzentriertes Putten 2018 nach einem Herzschlagfinale von der Oberliga in die Regionalliga aufgestiegen (Punktgleich mit dem hohen Favoriten Mannheim-Viernheim, aufgrund der besseren Schlagzahl, Meister und Aufsteiger), konnte das Saisonziel 2019 für das Damen-Team des ersten Golfclub Westpfalz nur Klassenerhalt heißen.
Die Rückkehrerin Lea Becker (vorher Mainz) und Youngster Maxime Holletschek ergänzten den Kader 2019. Nach verhaltenem Start bei Bundesliga-Absteiger Hof Hausen fand man sich auch gleich auf einem Abstiegsplatz wieder. Erstaunlich, dass dies vor allem die jungen Spielerinnen nicht aus der Bahn warf, sondern sogar anzustacheln schien. Am 2. Spieltag beim vermeintlichen Mitabstiegskonkurrenten GC Kurpfalz gelang den EGW-Damen ein unerwartetes Bravourstück. Sie holten sich den Tagessieg mit nur 16 Schlägen über Par, 15 Schläge besser als der Tageszweite, Hof Hausen. Mit Tabellenplatz 3 hatte das Team von Captain Andrea Pfersdorf die Abstiegsplätze verlassen. Am 3. Spieltag dominierte das Team aus der Westpfalz wieder das Geschehen, holte sich den Tagessieg und schob sich an die Tabellenspitze, punktgleich mit dem GC Main-Taunus, einem großen Wiesbadener Traditionsclub mit Bundesligaerfahrung. Es deutete sich nun ein Zweikampf zwischen Main-Taunus an, die beide noch Heimrecht hatten. Am 4. Spieltag nutzte Main-Taunus, nicht überraschend, den Heimvorteil, mit nur 5 Schlägen, zum Tagessieg.
Vor dem letzten und entscheidenden Zusammentreffen am Sonntag auf dem Golfplatz am Hitscherhof reist der GC Main-Taunus als Tabellenführer an, mit einem Punkt Vorsprung vor dem EGW-Team.
„Wenn wir unseren Heimvorteil zu einem weiteren Tagessieg nutzen könnten, wären wir punktgleich mit Main-Taunus, aber aufgrund des besseren Schlagverhältnisses auf dem ersten Platz. Mein Team ist fit, wir haben nichts zu verlieren. Unser Saisonziel „Klassenerhalt“ haben wir bereits erreicht. Sollte uns die Sensation des Durchmarsches durch die Regionalliga in die 2. Bundesliga gelingen, nehmen wir die Herausforderung gerne an. Unser Erfolg ist der gute Zusammenhalt im Kader und die gute Mischung aus „jungen Wilden“ und erfahrenen Spielerinnen, wobei mich besonders freut, dass die Leistungsträgerinnen die jungen Spielerinnen sind. Die Stärke der ehemaligen deutschen Jugendmeisterin Katja Müller kannte ich, Sophie-Charlott Hempel, die das Golfspiel sehr intensiv als College-Golferin in den USA betreibt, hat einen enormen Leistungssprung gezeigt und ist momentan unsere stärkste Spielerin. Inga Nahtz, im letzten Jahr mit einer Gelenkverletzung lange ausgefallen, hat schon mehrmals ihr Handicap verbessert und ist auf einem sehr guten Weg. Die erst 14-jährige Maxime Hollitschek, als „unbeschriebenes Blatt“ vom GC Weiherhof zum EGW gewechselt, hat sich permanent gesteigert und mittlerweile als Nummer 3 im Team etabliert. Christine Baeck hat zur alten Leistungsstärke zurückgefunden, Beate Heß ist immer für eine positive Überraschung gut. Lea Becker, eine junge Spielerin mit großem Potential, kam wegen Terminproblemen nur im ersten Ligaspiel zum Einsatz, wird hoffentlich in naher Zukunft wieder voll einsatzfähig sein. Ich selbst, Sabine Merdian und Karin Roschy sind ja auch noch im erfolgreichen AK30-Team des EGW aktiv und freuen uns, die „Aktiven“ jeweils als Caddy unterstützen zu können“.
Sollte dem Damen-Team des Ersten Golfclubs Westpfalz am Sonntag (ab 9:00 Uhr) das Husarenstück gelingen, wäre dies der größte Erfolg in der 30-jährigen Clubgeschichte. Clubpräsident Helmut Baeck: "Es wäre genial, wenn wir als Golf-Club im ländlichen Raum im Reigen der etablierten Clubs mitspielen könnten. Auch wenn es am Sonntag nicht klappen sollte, geht für uns die Welt nicht unter. Wir haben bereits weit mehr erreicht, als geplant. Trotzdem zeigt sich, dass auch ein "Provinzclub" wie unser EGW durch die richtigen Fördermaßnahmen und Sponsoren weit nach oben kommen kann. Ich drücke den Damen fest die Daumen und werde natürlich vor Ort sein. Ehrensache!“ (kv)

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