1. Bundesliga ruft?

Am Sonntag, 31.7., gegen 18:00 Uhr war es amtlich. Das Damenteam des EGW hat den Meistertitel in der 2. Bundesliga Mitte mit 4 Punkten Vorsprung auf den GC Marienburg erfolgreich verteidigt und darf am 14.8. im Münchener Golfclub wieder ein Relegationsspiel zum Aufstieg in die 1. Bundesliga bestreiten.

Die Voraussetzungen zur Titelverteidigung waren ideal: 2 Punkte Vorsprung auf Verfolger GC Marienburg und Heimrecht. Trotzdem warnte Captain Andrea Pfersdorf im Vorfeld vor zu früher Euphorie. "Alles muss erst gespielt werden. Überraschungen sind immer möglich. Wir werden das Fell nicht verkaufen, bevor der Bär nicht erlegt ist."
Ihr Team, das in Bestbesetzung an den Start gehen konnte, ging von Anfang an konzentriert aber ruhig zur Sache. "Die Mädels wissen um ihre Stärken. Da wäre übergroße Nervosität oder Anspannung sicher fehl am Platz", analysierte Mäzen Franz Martz.
Katja Müller machte um 8:00 Uhr den Anfang in der ersten Spielgruppe. Gewohnt unaufgeregt spulte sie ihr Pensum ab. 3 Bogeys und ein Birdie führten zum Endergebnis von 73 Schlägen (+2).
Sophie Charlott Hempel legte stark los und hielt mit Birdies an der 1 und der 4 lange Zeit ein 2-unter-Par- Ergebnis. Bogeys an der 8 und der 13 bescherten ihr letztendlich einen lupenreine Par-Runde (71 Schläge).
Marie Martin kam nach 14 Pars, 3 Bogeys und einem Birdie, wie Katja mit 73 Schlägen ins Clubhaus.
Maxime Holletschek war bis zur 12 mit -1 unterwegs, als sie an Bahn 13 das Unglück in Form einer 8 ereilte. Zwei Schläge ins Wasser führten letztendlich zu einem Endresultat von 74 Schlägen.
Die stark aufspielenden Mannheimer, die erstmals in Bestbestzung angereist waren, hofften mit einem Tagessieg noch den Klassenerhalt zu schaffen. 68 Schläge von Malu Brinker und 69 von Lea Ludwig verhalfen ihnen im Livescoring zur zeitweisen Führung vor dem EGW-Team.
Die Mannheimer hatten aber nicht mit Inga Nahtz gerechnet, die mit neuem Caddie, in bester Spiellaune unterwegs war und zunehmend stärker spielte. Nach einem Bogey an der 4 ließ sie Birdies an der 8, der 12 und der 15 folgen. Ein weiteres Bogey an der 16 egalisierte sie an der 17 mit einem weiteren Birdie. Die 69 Schläge in der Endabrechnung verhalfen ihr zum besten Ergebnis in ihrer diesjährigen Saison und sorgten dafür, dass die 360 Schläge (+5) im Einzel die Mannheimer um 5 Schläge auf Distanz hielten.
Patrizia Schäfer erspielte mit 79 Schlägen das Streichergebnis.

Um 14:00 Uhr gingen die Vierer an den Start und es galt den knappen Vorsprung zu halten oder gar auszubauen. Andrea Pfersdorf setzte hier auf Bewährtes und schickte Müller/Hempel, Holletschek/Martin und Nahtz/Baertz auf den Platz. Eine kämpferisch starke Leistung mit dem Ausgleich von 3 Bogeys in der Anfangsphase durch eine Serie von 3 Birdies führte mit 71 Schlägen zum zweitbesten Vierer des Tages durch Müller/Hempel. Da Holletschek/Martin auch nur einen Schlag mehr benötigten, markierte das Gesamtergebnis von 503 Schlägen (+6) den überlegenen Sieg unserer jungen Damen. Der Vierer Baertz/Nahtz kam mit 77 Schlägen nicht in die Wertung.
Mannheim folgte mit 11 Schlägen mehr auf Platz 2 und muss dadurch bei Punktgleichheit mit Neuhof aber der schlechteren Schlagzahl, zusammen mit Main-Taunus in die Regionalliga absteigen. Die bisherigen Verfolger GC Marienburg kamen auf Platz 3 und bleiben in der Abschlusstabelle auf dem 2. Platz.

Wir gratulieren unseren Damen ganz herzlich zur Meisterschaft und drücken die Daumen für die Relegation.
(kv) Foto: Andrea Daum

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